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GiroPS
Bestandsverwaltung
5 Min. Lesezeit

Bestandsführung per Barcode: Smartphone-Kamera statt teurem MDE-Gerät

Kleine Händler, Werkstätten und Großhändler benötigen keine teuren mobilen Datenerfassungsgeräte (MDE), um Verwechslungen im Lager zu vermeiden und die Bestandszählung zu beschleunigen. Mit der Kamera Ihres Smartphones am Regal und dem schnellen Barcode-Modus am PC erfassen Sie jede Lagerbewegung sekundenschnell und fehlerfrei.

Kernaussage

Für die Lagerverwaltung per Barcode hinterlegen Sie den Hersteller-Barcode im Produktstamm und vergeben für lose Ware einen kurzen Artikelcode (Stok Kodu). In der Android- und iOS-App scannen Sie Barcodes direkt mit der Handy-Kamera, um Produkte zu suchen, Bestandszählungen durchzuführen und Rechnungspositionen hinzuzufügen.

Warum die Smartphone-Kamera teure MDE-Terminals im KMU-Alltag ersetzt

Viele Betriebe scheuen den Einstieg in die Barcode-Lagerverwaltung, weil sie an kostspielige Industrieterminals, Ladestationen und komplizierte WLAN-Infrastruktur denken. Im täglichen Einkauf und Verkauf geht es jedoch um eine einfache Aufgabe: den Code auf der Verpackung scannen, das richtige Produkt öffnen, den aktuellen Lagerbestand prüfen und die Position fehlerfrei in eine Rechnung oder Bestandszählung übernehmen. Moderne Smartphone-Kameras fokussieren schnell genug, um gängige EAN-Codes im Lager oder Verkaufsraum sofort zu lesen.

Anders als reine Barcode-Scanner-Apps, die nur eine Zahlenfolge anzeigen, ist der Scanner in GiroPS direkt mit Ihrem Produktkatalog, den Lagerbewegungen und der Belegerfassung verbunden. Sobald Sie einen Barcode erfassen, öffnet das System das passende Produkt, zeigt den verfügbaren Bestand sowie den Verkaufspreis an und fügt den Artikel direkt in den geöffneten Beleg oder die Zählliste ein.

  • Keine Anschaffungskosten für Spezialhardware: Mitarbeiter nutzen ihr vorhandenes Android- oder iOS-Smartphone
  • Schutz vor Verwechslungen bei ähnlich klingenden Produktnamen, Abmessungen oder Verpackungen
  • Schnelle Einarbeitung neuer Mitarbeiter im Verkauf ohne Auswendiglernen von Preislisten
  • Offline-Arbeiten unter Android: auch im Kellerlager ohne Empfang scannen und später automatisch synchronisieren

Handy-Kamera vs. schneller Barcode-Modus im Web: Welcher Weg passt wann?

Im Betriebsalltag wird an zwei unterschiedlichen Orten gescannt: unterwegs zwischen den Lagerregalen und stationär am Verkaufstresen oder Schreibtisch. GiroPS deckt beide Situationen passgenau ab. Auf Android und iOS nutzen Sie die integrierte Kamera Ihres Telefons – ideal, um beim Gespräch mit dem Kunden den Bestand zu prüfen, angelieferte Kartons beim Wareneingang zu kontrollieren oder direkt am Regal die Bestandszählung durchzuführen.

Für die schnelle Belegerfassung am Computer bietet die GiroPS Web-App in der Rechnungs- und Verkaufsmaske einen speziellen Schnell-Barcode-Modus. Dort schließen Sie einfach einen handelsüblichen USB- oder Bluetooth-Handscanner an oder tippen den Artikelcode per Tastatur ein. Wird derselbe Artikel mehrfach hintereinander gescannt, erhöht das System automatisch die Menge der bestehenden Zeile um eins, ohne dass Sie zur Maus greifen müssen.

EinsatzbereichEmpfohlene PlattformErfassungsmethodePraktischer Vorteil im Alltag
Bestands- und Preisabfrage am RegalAndroid & iOS MobilSmartphone-KameraSofortige Auskunft über Lagerbestand und Preis direkt beim Kunden
Bestandszählung (Inventur) im LagerAndroid & iOS MobilSmartphone-KameraArtikel am Regal scannen und Ist-Menge ohne Papierlisten eintragen
Serienverkauf am Tresen oder BüroplatzWeb-AnwendungUSB-/Bluetooth-Scanner oder TastaturSchnelles Hinzufügen von Positionen und automatisches Hochzählen
Wareneingang im Lager ohne FunknetzAndroid MobilSmartphone-Kamera (offline)Einkaufsrechnung offline per Scan erfassen und später abgleichen

Eigene Artikelcodes für lose Ware und Produkte ohne Hersteller-Barcode

Nicht jedes Produkt trägt einen gedruckten EAN-Code. Meterware wie Kabel und Schläuche, lose Schrauben im Eisenwarenhandel, eigene Werkstattbaugruppen oder unverpackte Artikel kommen ohne Barcode. Hier gilt eine klare und ehrliche Systemgrenze: GiroPS erzeugt keine neuen Barcode-Grafiken und druckt keine Barcode-Etiketten aus. Sie müssen dafür auch keinen Etikettendrucker kaufen, sondern nutzen das Feld Artikelcode (Stock code) in der Produktkarte.

Ein logisch aufgebauter Artikelcode funktioniert im Alltag genauso zuverlässig wie ein Barcode. Wenn Sie ein kurzes Kürzel aus Warengruppe und Maß oder Laufnummer vergeben (zum Beispiel EIS-010 für einen Winkel, KBL-2M für ein Zwei-Meter-Kabel oder SCH-040 für ein Schraubenpaket), tippen Sie diesen Code einfach im Web-Barcodefeld oder in der mobilen Suche ein und landen ohne Umwege beim richtigen Artikel.

  • Klare Struktur aus Gruppe + Maß wählen: KBL-3X15 (Kabel 3x1,5), ROH-20MM (Rohr), WRK-012 (Werkstattteil)
  • Nur Großbuchstaben, Ziffern und Bindestriche (-) verwenden, keine Leerzeichen oder Sonderzeichen
  • Für häufig verkaufte lose Artikel eine kurze Code-Übersicht am Tresen bereitlegen
  • Bei verpackter Ware sowohl den Hersteller-Barcode als auch einen kurzen Artikelcode hinterlegen

Fehlerfreie Bestandszählung und Wareneingangskontrolle per Kamera-Scan

Die meisten Bestandsdifferenzen entstehen bereits beim Wareneingang oder durch Zeilenrutscher beim manuellen Zählen. Wenn ein Lieferant zehn Varianten derselben Produktserie liefert, die sich nur in Wattzahl, Durchmesser oder Farbe unterscheiden, führt die reine Namenssuche schnell zu Fehlbuchungen. Scannen Sie beim Erfassen der Einkaufsrechnung den Barcode auf der Einzelverpackung, landet der Zugang garantiert auf dem richtigen Produkt.

Genauso sicher läuft die Bestandszählung ab: Statt in einer langen alphabetischen Liste nach dem Artikel zu suchen und versehentlich die Nachbarzeile zu überschreiben, scannen Sie das Produkt am Regal mit der Handy-Kamera. Es öffnet sich exakt dieser Artikel, Sie tragen die gezählte Menge ein und gehen weiter zum nächsten Fach.

Schnelle Belegerstellung und verlässliche Daten für den Meldebestand

Mit gepflegten Barcodes und Artikelcodes erstellen Sie Rechnungen, Angebote und Aufträge in einem Bruchteil der bisherigen Zeit. Ob Sie im Außenlager fünf Positionen mit dem Smartphone scannen oder am Tresen zwanzig Artikel per USB-Scanner erfassen – Einheit und Verkaufspreis werden sofort aus dem Produktstamm übernommen, während Mengen und Rabatte flexibel anpassbar bleiben.

Saubere Scan-Buchungen sorgen zudem für belastbare Auswertungen. Nur wenn Zu- und Abgänge auf dem exakt richtigen Produkt gebucht werden, meldet die Warnung für den kritischen Bestand (Meldebestand) rechtzeitig Nachschubbedarf und der Bericht über nicht drehende Bestände zeigt zuverlässig, welche Artikel seit 30, 60 oder 90 Tagen nicht mehr verkauft wurden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Barcodes und Artikelcodes im Produktstamm hinterlegen

Öffnen Sie Ihre Produkte (oder nutzen Sie den Excel-Import) und tragen Sie den Verpackungscode ins Feld Barcode sowie Ihr internes Kürzel als Artikelcode ein.

2. Einheitliches Code-Schema für lose Ware festlegen

Vergeben Sie für Artikel ohne gedruckten Barcode kurze, sprechende Codes wie EIS-001 oder KBL-2M, damit diese per Tastatur sofort auffindbar sind.

3. Anfangsbestand per Handy-Kamera am Regal prüfen

Starten Sie in der Android- oder iOS-App eine Bestandszählung, scannen Sie die Artikel Fach für Fach mit der Kamera und geben Sie die gezählte Ist-Menge ein.

4. Einkaufs- und Verkaufsbelege direkt per Scan füllen

Nutzen Sie unterwegs im Lager die Smartphone-Kamera und am Büro- oder Kassentisch den schnellen Barcode-Modus der Web-App mit Handscanner oder Tastatur.

5. Kritischen Bestand und Lagerbewegungen überwachen

Nutzen Sie die präzisen Bestandsdaten aus den Scan-Buchungen, um Warnungen zum kritischen Bestand zu prüfen und rechtzeitig nachzubestellen.

Praxisbeispiel

Praxisbeispiel: Elektro & Eisenwaren Weber mit 1.400 Artikeln

Der Fachbetrieb Weber führt sowohl verpackte Markenware mit EAN-Code als auch lose Kabel und Befestigungsmaterial. Die morgendliche Warenlieferung wird im Lager per Android-Kamera erfasst, während der Tresenverkauf über die Web-App mit USB-Scanner und kurzen Artikelcodes läuft:

ProduktnameBarcode / ArtikelcodeVorgang & PlattformBestandsauswirkung & Ergebnis
Schutzkontakt-Steckdose (Karton)4001234567890 / STD-01Einkaufsrechnung — Android Kamera+100 Stück gebucht; neuer Lagerbestand 145 Stück
LED-Lampe 9W Warmweiß4001234987654 / LED-09WVerkaufsrechnung — Web USB-Scanner6-mal gescannt (-6 Stück); Verwechslung mit Kaltweiß vermieden
Mantelleitung NYM-J 3x1,5 (Meter)Kein Barcode / KBL-3X15Verkaufsrechnung — Web Tastatur (KBL-3X15)-25 Meter abgebucht; Restbestand auf Trommel 175 Meter
Spanplattenschrauben 4x40 (Pack)Kein Barcode / EIS-040Bestandszählung — iOS Kamera / Suche18 Pakete gezählt; Differenz von 2 Paketen sauber korrigiert

Häufige Fehler & Lösungen

Den Barcode des Umkartons (Gebinde) statt des einzelnen Verkaufsartikels im Produktstamm speichern.
Scannen Sie immer den Barcode der kleinsten verkauften Einheit, damit Stückzahlen beim Verkauf korrekt abgebucht werden.
Alle Artikel ohne Barcode über einen einzigen Sammelartikel 'Sonstiges' verkaufen.
Legen Sie für lose Ware eigene Produktkarten mit kurzen Artikelcodes (z. B. EIS-015) an, um Bestand und Marge je Artikel zu verfolgen.
Auf einen Etikettendrucker warten oder erwarten, dass die App selbst Klebeetiketten druckt.
GiroPS druckt keine Barcode-Etiketten; nutzen Sie vorhandene Hersteller-Barcodes per Kamera und kurze Artikelcodes für lose Ware.
Bei jeder Lieferung Artikel neu anlegen, ohne vorher per Scan zu prüfen, ob das Produkt schon existiert.
Scannen Sie den Barcode zuerst in der Produktsuche, um Dubletten im Katalog zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich zwingend ein separates Barcode-Scanner-Gerät für die Lagerverwaltung?

Nein. In den GiroPS-Apps für Android und iOS scannen Sie Barcodes direkt mit Ihrer Smartphone-Kamera. Wer am PC-Arbeitsplatz sehr viele Positionen hintereinander erfasst, kann optional einen günstigen USB- oder Bluetooth-Handscanner an die Web-App anschließen.

Kann ich mit GiroPS eigene Barcodes generieren oder Barcode-Etiketten ausdrucken?

Nein. GiroPS enthält keine Funktion zum Generieren von Barcode-Grafiken oder zum Drucken von Klebeetiketten. Vorhandene Hersteller-Barcodes werden direkt gescannt; für Produkte ohne Barcode verwenden Sie strukturierte Artikelcodes (z. B. KBL-2M).

Funktioniert das Barcode-Scannen auch in Lagerräumen ohne Internetverbindung?

Ja, mit der Android-App. Unter Android können Sie offline Barcodes per Kamera scannen, Bestände prüfen sowie Rechnungen und Zählungen speichern; sobald wieder eine Verbindung besteht, werden alle Daten synchronisiert. Web und iOS setzen eine aktive Verbindung voraus.

Muss ich für einen USB-Handscanner in der Web-App spezielle Treiber installieren?

Nein. Handelsübliche USB- und Bluetooth-Scanner arbeiten im Tastaturmodus (HID): Sie klicken in der Web-Rechnungsmaske in das Schnell-Barcode-Feld und können sofort losscannen.

Kann ich bestehende Barcodes aus meiner Excel-Liste gesammelt übernehmen?

Ja. Beim Excel-Import Ihrer Produktliste können Sie die Spalten für Barcode und Artikelcode in einem Schritt mit importieren.

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