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Mehrwertsteuer berechnen: Netto, Steuer, Brutto

Geben Sie einen Betrag und den Steuersatz ein und sehen Sie sofort Netto, Mehrwertsteuer und Brutto. So schlagen Sie die Steuer auf, bevor Sie ein Angebot schreiben, oder rechnen aus einem Ladenpreis heraus, wie viel davon tatsächlich bei Ihnen bleibt.

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Was möchten Sie berechnen?

Den für diesen Artikel geltenden Satz eintragen; im Zweifel beim Steuerberater nachfragen.

Ergebnis

Netto
—
Mehrwertsteuer
—
Brutto
—

Die Berechnung läuft in Ihrem Browser; eingegebene Zahlen werden nirgendwohin gesendet.

Kernaussage

Netto zu Brutto: Brutto = Netto × (1 + Steuersatz). Brutto zu Netto: Netto = Brutto ÷ (1 + Steuersatz), Steuer = Brutto − Netto. Bei 19 % enthält ein Bruttopreis von 119 genau 19 Steuer – nicht 22,61.

Die zwei Formeln hinter dem Rechner

Jede Umsatzsteuerrechnung beruht auf einem einfachen Zusammenhang: Brutto ist Netto plus Steuer, und die Steuer ist ein Prozentsatz vom Nettobetrag. Welche Formel Sie brauchen, hängt nur davon ab, ob Ihr Ausgangswert die Steuer schon enthält.

Der Rechner wendet genau diese Schritte an und rundet erst bei der Anzeige:

  • Aufschlagen: Steuer = Netto × Satz; Brutto = Netto + Steuer
  • Herausrechnen: Netto = Brutto ÷ (1 + Satz); Steuer = Brutto − Netto
  • Satz als Dezimalzahl: 19 % = 0,19; 7 % = 0,07

Warum man den Prozentsatz nicht einfach abzieht

Der Steuersatz bezieht sich auf den Nettopreis. Im Bruttopreis macht die Steuer deshalb einen kleineren Anteil aus als der Satz selbst. Wer den Bruttopreis mit dem Satz multipliziert, setzt die Steuer immer zu hoch an – und der Fehler wächst mit dem Satz.

In allen drei Bruttopreisen der Tabelle steckt ein Nettopreis von 100:

BruttopreisSatzTatsächliche SteuerPreis × Satz (falsch)
1077 %77,49
11010 %1011
11919 %1922,61

Ladenpreis, Angebot und eigene Auswertung

Wer an Endkunden verkauft, zeigt in der Regel Bruttopreise. Großhändler und Dienstleister nennen Geschäftskunden meist Nettopreise. Beides ist in Ordnung, solange auf dem Beleg klar steht, was gemeint ist – ein Angebot mit bloßer „Summe“ führt später zu Rückfragen.

Steuersätze, Befreiungen und Sonderregeln wie die Kleinunternehmerregelung unterscheiden sich je nach Land und Artikel. Deshalb schlägt der Rechner keinen Satz vor: Prüfen Sie ihn mit Ihrem Steuerbüro und tragen Sie ihn selbst ein.

Praxisbeispiel

Beispiel: Was bleibt von 59,50 im Regal?

Ein Schreibwarenladen verkauft einen Rucksack für 59,50 brutto, der Steuersatz ist 19 %. Netto sind das 59,50 ÷ 1,19 = 50, die Steuer beträgt 9,50. Hätte der Laden 19 % von 59,50 gerechnet, käme er auf 11,31 Steuer und würde seinen eigenen Erlös pro Rucksack um 1,81 zu niedrig ansetzen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Richtung wählen

„Aufschlagen“, wenn Sie vom Nettopreis ausgehen; „Herausrechnen“, wenn der Preis die Steuer bereits enthält.

2. Betrag und Satz eingeben

Betrag und Steuersatz des Artikels eintragen. Eine Währung ist optional; ohne Auswahl erscheinen die Ergebnisse als reine Zahlen.

3. In GiroPS für jede Position

In GiroPS hat jeder Artikel seinen eigenen Steuersatz und die Einstellung, ob der Preis brutto oder netto gilt. Angebote, Aufträge und Rechnungen zeigen je Position Netto, Steuer und Summe; der Steuerbericht addiert die Steuer aus Verkäufen und Einkäufen.

Häufige Fehler & Lösungen

Bruttopreis mit dem Steuersatz multiplizieren
Zuerst durch (1 + Satz) teilen, um den Nettopreis zu erhalten.
Brutto und Netto im selben Angebot mischen
Eine Variante wählen und jede Zeile sowie die Summe entsprechend kennzeichnen.
Einen Satz für alle Artikel verwenden
Den Satz je Artikel prüfen; ermäßigte Sätze sind häufig.

Häufig gestellte Fragen

Wie rechne ich von netto auf brutto?

Den Nettobetrag mit (1 + Steuersatz) multiplizieren. 250 netto bei 7 % ergeben 250 × 1,07 = 267,50 brutto, davon 17,50 Steuer.

Wie rechne ich die Mehrwertsteuer aus einem Bruttopreis heraus?

Bruttopreis durch (1 + Satz) teilen und das Ergebnis vom Bruttopreis abziehen. Bei 19 % stecken in 238 genau 238 − 238 ÷ 1,19 = 38 Steuer.

Kennt der Rechner meinen Steuersatz?

Nein, mit Absicht. Sätze und Befreiungen hängen vom Land und vom Artikel ab und ändern sich. Sie tragen den Satz selbst ein; die Formeln gelten für jeden Satz.

Warum hat das Ergebnis Nachkommastellen?

Beim Herausrechnen entstehen selten glatte Beträge. Angezeigt werden bis zu zwei Nachkommastellen; auf Belegen gelten die üblichen Rundungsregeln je Position oder je Summe.

Lager, Kundensalden und Kasse an einem Ort

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