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GiroPS
Begriffe erklärt

Break-even-Point (Gewinnschwelle): Formel, Deckungsbeitrag und Beispiel

Der Break-even-Point (auf Deutsch Gewinnschwelle oder Nutzenschwelle) bezeichnet genau die Absatzmenge oder den Mindestumsatz, bei dem die gesamten Erlöse alle fixen und variablen Kosten eines Zeitraums vollständig decken. Ab diesem Punkt schreibt Ihr Unternehmen keinen Verlust mehr, sondern erwirtschaftet mit jedem weiteren verkauften Stück echten Reingewinn.

Definition

Break-even-Menge = Fixkosten ÷ (Nettoverkaufspreis pro Stück − Variable Stückkosten). Bei monatlichen Fixkosten von 12.000, einem Verkaufspreis von 50 und variablen Kosten von 30 beträgt der Stückdeckungsbeitrag 20 und die Gewinnschwelle liegt bei 600 Stück (30.000 Umsatz).

Formel der Gewinnschwelle und Stückdeckungsbeitrag

Für die Break-even-Analyse werden die betrieblichen Aufwendungen in verkaufsunabhängige Fixkosten und absatzabhängige variable Kosten aufgeteilt. Jeder Verkauf bezahlt zunächst seine eigenen direkten Waren- und Nebenkosten; der verbleibende Differenzbetrag — der sogenannte Deckungsbeitrag — dient dazu, den monatlichen Fixkostenblock abzutragen.

Alle Beträge werden netto ohne Umsatzsteuer angesetzt. Drei Größen bestimmen die Berechnung:

  • Fixkosten (Bereitschaftskosten): Laufende Kosten wie Ladenmiete, Grundgehälter, Versicherungen und Buchhaltung
  • Variable Stückkosten: Kosten, die nur beim Verkauf entstehen, vor allem Wareneinsatz, Verpackung und Versand
  • Stückdeckungsbeitrag: Nettoverkaufspreis minus variable Stückkosten als Beitrag zur Deckung der Fixkosten

Gewinnschwelle nach Stückzahl und nach Mindestumsatz

Bei einem einzelnen Produkt ergibt die Division der Fixkosten durch den Stückdeckungsbeitrag direkt die notwendige Mindestabsatzmenge. Führt ein Handelsbetrieb hingegen hunderte verschiedene Artikel, teilt man die gesamten Fixkosten durch die durchschnittliche Rohertragsmarge (als Dezimalzahl) und erhält so den erforderlichen Mindestumsatz.

Solange der Umsatz unterhalb der Gewinnschwelle liegt, entsteht ein Betriebsverlust; oberhalb des Break-even-Points fließt der Deckungsbeitrag jedes zusätzlich verkauften Artikels vollständig in den Gewinn. So lässt sich vorab prüfen, wie viele Mehrverkäufe nötig sind, um eine Mieterhöhung oder Rabattaktion auszugleichen.

Fixkosten und Gewinnschwelle in GiroPS überwachen

Wenn Sie Ihre laufenden Ausgaben in GiroPS nach Buchungskategorien wie Miete, Personal und Nebenkosten erfassen, kennen Sie Ihren monatlichen Fixkostenbedarf auf den Cent genau. Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt den Nettoumsatz, den gewichteten Wareneinsatz und die Betriebskosten gegenüber, sodass Sie sofort erkennen, wann die Gewinnschwelle überschritten ist.

Um verschiedene Preis- und Kostenszenarien interaktiv durchzurechnen, können Sie jederzeit unseren kostenlosen Online-Rechner (`break-even-calculator`) nutzen.

Praxisbeispiel

Rechenbeispiel: Monatliche Break-even-Menge und Mindestumsatz

Ein Fachgeschäft hat monatliche Fixkosten von 12.000 für Miete, Löhne und Energie. Es verkauft ein Produkt für 50 netto, dessen variable Stückkosten (gewichteter Einkaufspreis plus Verpackung) bei 30 liegen. Der Stückdeckungsbeitrag beträgt 50 − 30 = 20. Die Gewinnschwelle liegt bei 12.000 ÷ 20 = 600 verkauften Einheiten bzw. bei 600 × 50 = 30.000 Nettoumsatz (oder 12.000 ÷ 0,40 Handelsspanne = 30.000). Ab dem 601. verkauften Stück bringt jede weitere Einheit 20 Nettogewinn.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich den Break-even-Point meines Betriebs senken?

Dazu gibt es drei Hebel: monatliche Fixkosten reduzieren, durch besseren Einkauf die variablen Stückkosten senken oder über den Verkaufspreis den Deckungsbeitrag je Einheit erhöhen.

Wie wirkt sich ein Rabatt auf die Gewinnschwelle aus?

Jeder Preisnachlass schmälert eins zu eins den Stückdeckungsbeitrag. Sinkt im obigen Beispiel der Verkaufspreis durch 10 % Rabatt von 50 auf 45, fällt der Deckungsbeitrag von 20 auf 15 und es müssen 800 statt 600 Stück verkauft werden, um 12.000 Fixkosten zu decken.

Wie berechne ich den Break-even-Umsatz bei vielen verschiedenen Artikeln?

Teilen Sie Ihre gesamten Fixkosten durch Ihre durchschnittliche Rohertragsmarge (als Dezimalwert). Bei 12.000 Fixkosten und 40 % (0,40) durchschnittlicher Handelsspanne beträgt der Mindestumsatz 12.000 ÷ 0,40 = 30.000.

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