Saisonale Bestandsführung, mobiler Barcode-Verkauf und Online-Katalog für Modeboutiquen
In einer Modeboutique oder einem Bekleidungsgeschäft hängt der Gewinn davon ab, neue Kollektionen schnell auf die Fläche zu bringen und vor Saisonende in Liquidität umzuwandeln. Wenn eine Kundin im Laden oder per Instagram-Nachricht fragt, ob ein Kleid noch in Größe M da ist, kostet das Suchen im Lager wertvolle Zeit. Werden WhatsApp-Anfragen einzeln mit Fotos beantwortet oder bleiben unverkaufte Einzelteile monatelang unbemerkt auf dem Kleiderständer hängen, fehlt am Ende das Budget für die nächste Order. Dieser Leitfaden zeigt, wie Boutiquen Bestand, Verkauf, Online-Katalog und Kasse in GiroPS organisieren.
Legen Sie Ihre Kleidungsstücke mit Fotos, Barcodes, Saison-Tags und Größen-Farb-Artikelnummern (z. B. KLD-SWZ-M) an. Scannen Sie Etiketten per Smartphone-Kamera oder Handscanner für einen schnellen Verkauf. Teilen Sie Ihren Online-Produktkatalog in Ihrer Instagram-Bio und per WhatsApp, um Bestellungen direkt zu erfassen. Nutzen Sie den Bericht über inaktive Bestände, um nach 30, 60 oder 90 Tagen unverkaufte Mode rechtzeitig im Sale abzuverkaufen.
Warum Bestände und Kasse im Modeeinzelhandel schnell unübersichtlich werden
Im Bekleidungshandel gibt es jedes Modell in mehreren Größen und Farben, und das Sortiment wechselt mehrmals im Jahr komplett. Wenn neue Lieferungen ohne eindeutige Artikelnummern auf die Ständer gehängt werden oder ein über Instagram verkauftes Einzelstück nicht sofort aus dem Ladenbestand ausgebucht wird, versprechen Sie schnell eine Größe, die bereits vergriffen ist. Kommen Umtausche und Retouren hinzu, stimmen die tatsächlichen Teile auf der Stange bald nicht mehr mit Ihrer Liste überein.
Der zweite Zeitfresser ist der manuelle Verkauf über soziale Medien. Den ganzen Tag Nachrichten zu verfügbaren Größen, Farben und Preisen auf WhatsApp oder Instagram einzeln zu beantworten, hält vom Verkauf im Geschäft ab. Wenn Sie zudem während der Saison nicht auf einen Blick sehen, welche Schnitte sofort vergriffen sind und welche seit 60 Tagen unangetastet auf dem Bügel hängen, starten Sie Ihre Reduzierungen zu spät und binden wichtiges Kapital in alter Saisonware.
Größen und Farben pragmatisch über Artikelcode-Suffixe, Barcodes und Tags steuern
GiroPS verzichtet bewusst auf eine komplizierte Größen-Farb-Variantenmatrix und erfordert keine teure POS-Kassenhardware. Stattdessen arbeiten Boutiquen schnell und übersichtlich, indem sie für jede Größe und Farbe einen eigenen Artikel mit klarem Code-Suffix anlegen (zum Beispiel KLD-LN-SWZ-S und KLD-LN-SWZ-M für ein schwarzes Leinenkleid in S und M) und Kollektionen mit Tags wie Kleider, Strick, Mäntel, Accessoires, Neuheiten oder Sale gruppieren. Bestehende Listen lassen sich in wenigen Minuten aus Excel importieren.
Beim Kassieren genügt Ihr Smartphone oder ein einfacher USB-/Bluetooth-Scanner: Scannen Sie den Barcode am Preisetikett, vergeben Sie bei Bedarf einen prozentualen oder festen Rabatt auf die Position oder den gesamten Beleg und buchen Sie die Zahlung in Ihre Barkasse oder auf Ihr Bank-/Kartenkonto. Bringt eine Kundin ein Teil zum Größenumtausch zurück, buchen Sie eine Verkaufsretoure – die alte Größe geht sofort zurück in den Bestand und die Kasse stimmt auf den Cent.
- Klare Größen-Farb-Codes: exakte Bestände je Größe über Artikelcode-Suffixe und Tags führen
- Barcode-Scan per Handykamera: schneller Verkauf und einfache Ständer-Inventur ohne Zusatzgeräte
- Saison- und Kollektions-Tags: Neuheiten, Sommermode, Strick oder Sale-Ware sofort filtern
- Sauberer Umtausch: zurückgegebene Größen sofort wieder einbuchen und Salden automatisch anpassen
Teilbarer Online-Produktkatalog für Bestellungen über Instagram und WhatsApp
Mit einem Fingertipp veröffentlichen Sie ausgewählte Stücke in Ihrem GiroPS-Online-Katalog und hinterlegen den Link in Ihrer Instagram-Bio oder versenden ihn per WhatsApp an Stammkundinnen. Ihre Kundinnen stöbern ohne App-Download im Browser durch aktuelle Fotos, Beschreibungen und verfügbare Größen, legen ihre Wunschteile in den Warenkorb und senden die Bestellung direkt an Sie. Auf Wunsch zeigen Sie die Preise offen an oder nutzen den Modus ohne Preisanzeige für reine Kollektionsvorschauen.
Eingehende Kataloganfragen landen direkt als fertige Bestellung in Ihrem GiroPS-Konto. Sobald Sie die Ware verpackt haben, wandeln Sie die Bestellung mit einem Klick in eine Verkaufsrechnung um – ohne erneutes Abtippen und mit automatischer Bestandsanpassung. Für Stammkundinnen mit offenem Kundenkonto oder Kommissionsware verwalten Sie Teilzahlungen und senden PDF-Kontoauszüge per WhatsApp. Alle erzeugten PDF-Dokumente dienen der kaufmännischen Übersicht und ersetzen keine gesetzliche Kassen-TSE oder E-Rechnung.
Bericht über inaktive Saisonware, Kassenübersicht und Mitarbeiterrollen
Überhänge am Saisonende sind der größte Renditekiller in jeder Boutique. Der Bericht über inaktive Bestände in GiroPS listet alle Kleidungsstücke auf, die seit 30, 60 oder 90 Tagen kein einziges Mal verkauft wurden, inklusive des darin gebundenen Einkaufswerts. So erkennen Sie rechtzeitig vor dem Saisonwechsel, welche Modelle eine gezielte Rabattaktion brauchen, um Platz und Budget für neue Ware zu schaffen.
Wenn Sie Aushilfen oder Verkaufsberaterinnen beschäftigen, weisen Sie ihnen eine Rolle mit ausgeblendeten Einkaufspreisen zu. Ihr Team kann mit dem eigenen Smartphone Barcodes scannen, Verkäufe erfassen, Online-Bestellungen packen und Bestände zählen, sieht aber weder Ihre Großhandels-Einkaufspreise noch Ihre Gewinnmargen. Am Abend prüfen Sie Ihre Barkasse und Ihre Bank-/Karteneingänge übersichtlich auf einem Bildschirm.
- Online-Katalog-Bestellungen: Instagram- und WhatsApp-Anfragen automatisch als Bestellung erfassen
- Inaktivitätsbericht (30/60/90 Tage): langsame Saisonware frühzeitig erkennen und gezielt abverkaufen
- Kassen- und Bankkonten: Barverkäufe, Kartenzahlungen und Überweisungen sauber getrennt verfolgen
- Einkaufspreise verbergen: Verkaufspersonal arbeitet ohne Einblick in Einkaufskosten und Margen
Praxisbeispiel
Praxisbeispiel: Damenmode-Boutique mit Ladengeschäft und Instagram-Verkauf
Die Boutique Maison Ella führt pro Saison rund 850 Artikel aus den Bereichen Kleider, Strick, Blazer und Taschen und verkauft sowohl im Laden als auch über Instagram und WhatsApp. Früher beantwortete das Team täglich dutzende Direktnachrichten mit Einzelfotos, verkaufte versehentlich online eine Bluse in Größe S, die im Laden bereits über den Tresen gegangen war, und bemerkte erst beim Auspacken der Herbstware, wie viele Sommerteile übrig geblieben waren. Nach dem Wechsel zu GiroPS wurden alle Teile mit Größen-Farb-Codes (z. B. STR-CRM-S) und Fotos angelegt und der Online-Katalog-Link in der Instagram-Bio verankert. Zwei Mitarbeiterinnen kassieren nun mit der Rolle ohne Einkaufspreis-Einsicht per Handykamera, Online-Bestellungen werden mit einem Klick abgerechnet und der 60-Tage-Inaktivitätsbericht steuert den monatlichen Sale-Ständer.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Kleidungsstücke mit Größen-Farb-Code, Fotos und Saison-Tags anlegen
Importieren Sie Ihre Excel-Liste oder erstellen Sie Artikelkarten mit eindeutigem Code-Suffix je Größe und Farbe (z. B. KLD-SWZ-M), Produktfoto und Kollektions-Tag.
2. Online-Produktkatalog aktivieren und Link teilen
Wählen Sie die Artikel für Ihren Online-Katalog aus, legen Sie die Preisanzeige fest und teilen Sie den Link in Ihrer Instagram-Bio sowie per WhatsApp.
3. Im Laden per Barcode-Scan verkaufen und Zahlungen buchen
Scannen Sie das Etikett mit der Smartphone-Kamera oder dem Handscanner, tragen Sie eventuelle Rabatte ein und verbuchen Sie den Betrag auf Kasse oder Bank.
4. Mit dem Inaktivitätsbericht rechtzeitig Saison-Rabatte planen
Prüfen Sie monatlich den Bericht über 30/60/90 Tage unverkaufte Artikel, um langsame Modelle im Sale in Liquidität für die neue Kollektion zu verwandeln.
Häufige Fehler & Lösungen
Häufig gestellte Fragen
Hat GiroPS eine Größen-Farb-Variantenmatrix oder eine Anbindung an Registrierkassen-Hardware?
Nein. GiroPS besitzt keine mehrdimensionale Variantenmatrix und keine direkte Anbindung an fiskale POS-Kassenhardware. Sie verwalten Größen und Farben schnell und übersichtlich als eigene Artikelkarten mit Code-Suffixen (z. B. KLD-SWZ-S, KLD-SWZ-M) und Tags.
Muss ich für meine Boutique einen separaten Barcode-Scanner kaufen?
Nein. Sie können Barcodes auf den Etiketten direkt mit der Kamera Ihres Smartphones in der GiroPS-App scannen oder wahlweise einen handelsüblichen USB-/Bluetooth-Scanner nutzen.
Wie bestellen Kundinnen über den Online-Produktkatalog?
Kundinnen öffnen Ihren Katalog-Link direkt im Browser ohne App-Installation, sehen Fotos und verfügbare Größen, legen ihre Auswahl in den Warenkorb und senden die Bestellung direkt an Ihr GiroPS-Konto.
Wie erkenne ich am Saisonende schnell, welche Kleidungsstücke seit Monaten nicht verkauft wurden?
Der Bericht über inaktive Bestände zeigt Ihnen alle Artikel ohne Verkauf in den letzten 30, 60 oder 90 Tagen samt gebundenem Einkaufswert, sodass Sie gezielt Sale-Aktionen starten können.
Können meine Verkaufsmitarbeiterinnen mit der App arbeiten, ohne unsere Einkaufspreise zu sehen?
Ja. Mit einer Rolle zum Ausblenden der Einkaufspreise kann Ihr Team Bestände prüfen, Barcodes scannen, Verkäufe buchen und Online-Bestellungen bearbeiten, während Einkaufskosten und Margen verborgen bleiben.